Sonderausstellung - Angeln in der Mitte der Gesellschaft

 

Das diesjährige Thema der Sonderausstellung lautet: „Angeln in der Mitte der Gesellschaft“ und zeigt auf, dass Angeln in Deutschland zeitgemäß, nachhaltig und gesellschaftlich bedeutsam ist. Angeln ist eine schonende Form der Naturnutzung und eines der letzten unverfälschten Naturerlebnisse.

 

Die Sonderausstellung der 15. EWF 2020 beschäftigt sich mit Angeln in der Mitte der Gesellschaft, wird vom Deutschen Anglerverband e.V. ausgerichtet und ist wieder im Foyer der Tenne zu sehen.

https://www.dafv.de/

Angeln verbindet Generationen
Dem Angeln kann man trotz Beeinträchtigung bis ins hohe Alter nachgehen. Trotz Rollstuhl, geistiger Beeinträchtigung, Krankheit oder einfach nur dem Alter: Alte oder beeinträchtigte Menschen schätzen die Gemeinschaft und das Erlebnis in der freien Natur. Damit ist Angeln für viele Menschen ein nicht zu unterschätzendes Stück Lebensqualität. In vielen Angelvereinen liegen zwischen dem ältesten und jüngsten Mitglied nicht selten 80 Jahre und mehr. Am Wasser finden Großeltern und Enkel eine gemeinsame Ebene fernab der technisierten Welt, die ältere Menschen und deren Lebenserfahrung oft ins Abseits stellt. Dabei schafft Angeln etwas, was heute nur noch selten gelingt: Es bildet eine Klammer zwischen Generationen und kann von frühester Kindheit bis in das hohe Alter ausgeübt werden.

 

Tradition und soziale Heimat
Etwa 850.000 Mitgliedern aus allen Bereichen der Gesellschaft bieten in Deutschland tausende Angelvereine eine soziale Heimat. Angeln ist eine Passion, welche von vielen Menschen aller Altersgruppen und sozialen Schichten geteilt wird. Die traditionellen Angelvereine bieten insbesondere in ländlichen Gebieten vielen Menschen einen gesellschaftlichen Anschluss und Integration. Ganz nebenbei erbringen sie dabei unschätzbare Dienste für die Gesellschaft im Rahmen ehrenamtlicher Betätigungsfelder.

Angeln ist Jugendbildung
„Die Natur ist uninteressant, Jagd und Fischerei sind nicht mehr zeitgemäß“ - so stellen sich viele die Ansichten der „Generation Smartphone“ vor. Weit gefehlt! Für die meisten Jugendlichen im Alter von 12- 15 Jahren gehört ein aktives Naturerlebnis zu einem guten Leben dazu. Ergebnisse der Forschung deuten darauf hin, dass eine positive Naturerfahrung, vor allem aus früher Kindheit, ein wesentlicher Antrieb zum Natur‐ und Landschaftserhalt im Verlauf des Lebens wird.
„In Zeiten, in denen Kühe lila und Fische eckig sind, haben Kinder und Jugendliche über das Angeln die Möglichkeit, realistische Vorstellungen über die Gewinnung von Nahrungsmitteln und deren Lebensraum zu erlangen.“, so Michaela Stroh Veranstalterin der EWF.

 
Angeln als Wirtschaftsfaktor
Dazu hat da Angeln in Deutschland eine wirtschaftliche Bedeutung. Der volkswirtschaftliche Umsatz der Angelfischerei beträgt in Deutschland etwa 5,2 Milliarden Euro pro Jahr und sichert damit über 50.000 Arbeitsplätze.